Unglaublich wie viel Leben dem Blog bereits in einer Woche eingehaucht wurde.

Das hat mich dazu veranlasst, dass auch ich mich endlich mal zum PC gesetzt habe um mich einzubringen.

Bin ja jetzt Redakteur, ganz amtlich, da muss man sich erst mal daran gewöhnen.

So sitze ich also ganz unsexy im Pyjama vor der Tastatur und lass das alles mal auf mich wirken. Und siehe da, so sieht also das Umfeld eines Redakteurs aus. Mein Blick schweift von der Tastatur zum Monitor weiter über den Schreibtisch und dann zwecks Fernblick aus dem Fenster.

Nein, so geht das nicht. Unter solchen Arbeitsbedingungen lässt sich nicht vernünftig schreiben. Und damit meine ich nicht die unergonomische Haltung beim sitzen bzw. schreiben (ertappe mich soeben am 3 Finger System wobei der Daumen einzig zum Betätigen der Space-Taste dient), ganz anders – es schaut einfach fürchterlich aus.

Der Schreibtisch ist einfach zugepflastert mit Dingen, zu vielen Dingen, das meiste hat da einfach nichts verloren oder vielleicht doch? Sollte alles stets griffbereit sein? Auch wenn man es nur 1 x pro Jahr braucht? Oder es einmal gebraucht hat und nie wieder benötigt wird?

Die Liste:

  • 1 Monitor | macht Sinn
  • 1 Tastatur | auch
  • 1 Maus | auch
  • 1 Paar Lautsprecher | sind wichtig
  • 1 Schreibtischleuchte | auch
  • 1 Discokugel | ist geschickt an der Schreibtischleuchte befestigt
  • 2 Schachteln Zündhölzer | irgendwann vom Ristorante Gondola mitgenommen
  • 1 Air Berlin Topbonus-Karte | ganz wichtig, kann ja ständig benötigt werden
  • 1 gelber Post-It-Block | eine der gelben Seiten klebt sogar zur Zeit am Monitor
  • 1 Moleskine Notizbuch | immer griffbereit
  • 1 Kuvert mit Konzertkarten | Depeche Mode und Soap&Skin, beide im Dezember
  • 1 Kuvert mit Geschenkgutscheinen | Levis und Thalia
  • 1 Flyer vom Rhiz | auf der Rückseite ist das Veranstaltungsprogramm von September 2009
  • 1 Gutschein vom Reisebüro L’Tur im Wert von 20 EUR | cool, hab ich schon ganz vergessen
  • 1 Babyfoto der Tochter eines Freundes | ist ja auch wirklich lieb die kleine, allerdings wenn das Foto unter den ganzen anderen Sachen liegt…
  • 1 angefangene Packung Taschentücher | da spricht nichts dagegen
  • 1 Lottoschein | leider nichts
  • 1 kleiner Zettel vom Zahnarzt mit 2 Terminvorschlägen für eine Mundhygiene | steht mir noch bevor
  • 1 Armbanduhr | immer wenn sie nicht da liegt wird sie getragen
  • 1 Konzertkarte “Six Organs of Admittance” | auf dem Konzert war ich vor 16 Tagen
  • 1 Konzertkarte “Editors” | auf dem Konzert war ich vor 3 Tagen
  • 1 Werbe-Plakat “Baden und Bootfahren im Nationalpark Donau-Auen” | platzsparend als A6-Format gefaltet
  • 3 Rechnungsbelege aus Oslo | da war ich vor 5 Wochen
  • Div. Zeitungsschnipseln | Lokaltipps, Rezepte und eine Aktion beim Hofer von Anfang November
  • 1 Programmheft “Down by the River Festival” | das war im Juli in Berlin in der Bar 25
  • 1 kleiner Kalender vom Ristorante Gondola | da sind so nützliche Termine wie z.B. Kakteenfeste oder das Mischlingshundefest eingetragen
  • 1 Anmeldeformular für den Billa-Vorteilsclub | schon mal ausgefüllt und datiert mit 14.09.09 unterschrieben
  • 1 Organstrafverfügung gemäß § 50 des VStG | wurde an Ort und Stelle der Straftat eingezahlt
  • 1 Probiercoupon für einen Cappuccino bei McCafé | hat’s im Sommer bei der Aktion mit den Kaffeehäferln dazugegeben
  • 1 Konzertkarte “Maximilian Hecker” | auf dem Konzert war ich vor 2 Monaten
  • 11 Zeitschriften zum Teil gestapelt | vorwiegend Musik- und Fotografiesachen
  • 1 Flyer vom Naschmarkt-Deli | da wäre im Oktober ein Herbstfest gewesen
  • 1 kleines Büchlein mit dem Titel “I Love You” | gab’s einmal gratis bei Thalia, ist aber so kitschig, dass man es niemanden schenken kann
  • 1 ungeöffnetes Kuvert von der Bank | sind sicher die Kontoauszüge
  • 1 Snipcard vom Leopoldmuseum zum ermäßigten Eintritt in die Edvard Munch Ausstellung | lehnt seit einiger Zeit sanft am Monitor und soll mich täglich daran erinnern, dass ich die Ausstellung besuchen mag
  • 1 Massband | damit wurden vor ein paar Wochen die Blumentöpfe abgemessen, um neue Übertöpfe zu besorgen – einer ist nun leider zu klein

So, es reicht! Jetzt wird mal so richtig Ordnung gemacht – denn Samstag ist Putztag!

Von manchen Dingen werde ich mich wohl trennen, andere gut verstauen, einiges weiterhin elegant am Schreibtisch platzieren und mich vielleicht noch lange über das eine oder andere Fundstück freuen.

Was vom Verfasser dieses Beitrags nicht erwähnt wurde ist, dass der Schreibtisch noch 4 Ablagefächer und eine Lade hat, aber dazu vielleicht ein andermal…